proMusicante
 die etwas andere Musikschule für Erwachsene

Musizierende

proMusicante richtet sich vor allem an Menschen, die im dritten Lebensabschnitt ihre musikalischen Träume verwirklichen möchten. Die Freude am Musizieren und der musikalische Vielfallt stehen vor Perfektion und Bewertungen.

Sind Sie interessiert? Schauen Sie bei proMusicante vorbei und schnuppern Sie am freudevollen Musizieren.

Im Gespräch mit ...

Thomas Lörtscher (Nostalgie-Ensemble)
September 2026 / interviewt von Regula Frehner


1. Hast du schon früher gesungen oder ein Instrument gespielt?

Ich war ein begeisterter Pfadfinder und habe früher mit viel Freude Pfadilieder gesungen. Ein Instrument habe ich aber nie gespielt. Allerdings hatte ich schon immer gerne Musik: Die Oper begeistert mich, auch Kammermusik höre ich sehr gerne. Es hätte mich zwar schon gereizt, ein Instrument zu spielen, doch dafür fehlte mir neben dem Berufsleben die Zeit. Nach der Pensionierung habe ich mit Klarinettenunterricht begonnen. Ich nehme immer noch regelmässig Stunden bei meinem Lehrer. Heute ist mir die Klarinette richtig ans Herz gewachsen.

2. Wie bist du zu proMusicante gekommen?

Nachdem ich mir auf der Klarinette die Grundfertigkeiten angeeignet hatte, wollte ich mit anderen zusammen musizieren. Übers Internet bin ich zu proMusicante gekommen. Ich habe damals Urs Krienbühl angerufen und mit ihm gesprochen. Er hat mir das Nostalgie-Ensemble empfohlen und mich ermutigt: Das geht bestimmt! Urs ist, wie du auch, ein positiver Mensch.

3. Du spielst im Nostalgie-Ensemble. Wenn du an deinen Einstieg ins Ensemble zurückdenkst: Wie war das, was hat dir geholfen?

Ich kann mich gut an mein erstes Mal erinnern. Bei Urs war das so: Es wurde einfach gespielt. Klar haben wir die Stücke ein bisschen erarbeitet, aber vor allem hat man einfach zusammen gespielt. In meiner allerersten Probe haben wir Marina, Marina gespielt. Ich habe das Lied gekannt. Doch als das Stück begann, war der Zug losgefahren und ich war schon ziemlich verloren. Geholfen hat mir, dass Urs und auch alle Mitspielenden in der Gruppe sehr wohlwollend und geduldig waren. Sie haben mich immer wieder ermuntert. Der Umgang miteinander ist auch heute noch positiv, sodass ich sagen kann: Ich bin am richtigen Ort, für mich passt es sehr.

4. Gibt es einen besonderen Moment, der dir noch lange in Erinnerung bleiben wird?

Da fallen mir zwei Dinge ein: Auf Initiative der damals zuständigen Stadträtin hatten wir vor Jahren mit dem Nostalgie-Ensemble eine Aufführung in der Alterswohnsiedlung Etzelblick. Das ist echt gut angekommen. Wir haben auch Marina, Marina gespielt, das ich mittlerweile gut konnte, und die Leute haben mitgesungen. Ebenfalls gerne denke ich an jene Kulturnacht zurück, als wir zusammen mit der Musikschule ein Konzert gaben. Das war wunderbar, wie die Kinder sangen und wir spielten - generationenübergreifend.

5. Was schätzt du besonders an den Ensembleproben? Oder: Wenn du nicht mehr bei proMusicante mitspielen könntest, was würdest du am meisten vermissen?

Für mich ist das Gemeinschaftserlebnis beim gemeinsamen Musizieren wichtig. Die Freude am Spielen, dass jeder seinen Beitrag leistet und es zu einem Ganzen verbunden, zusammengeführt wird. Ich übe zwar auch gerne alleine zu Hause, aber am liebsten spiele ich in der Gruppe. Und du leitest das sehr geschickt und behutsam, man wird mitgenommen.

Ich schätze den persönlichen Kontakt untereinander. Im Nostalgie-Ensemble erlebe ich die Mitspielenden sehr offen und einander zugewandt. Nach der Probe sitzen wir häufig bei einem Kaffee zusammen, manchmal auch noch mit einem Stück Kuchen. In der Weihnachtszeit treffen wir uns jedes Jahr einmal zum Weihnachtslieder spielen. Vielleicht hat es mit der Zusammensetzung der Gruppe zu tun, vielleicht mit der Nostalgie: Auf jeden Fall erlebe ich die Gruppe als sehr positiv.

Paula Hösli  (Guitar-Song-Group)
August 2026

Portraitaufnahme von Paula Hösli beim Gitarrenspiel

1. Hast du schon früher gesungen oder ein Instrument gespielt?

Meine Mutter hat Gitarre gespielt, sie hatte eine schöne Stimme. Ich durfte in unserem Dorf in Brasilien Gitarrenunterricht besuchen. Dort lernte ich Akkorde, Schlagmuster, natürlich die brasilianischen Rhythmen. Wie ich es gehört habe, habe ich gesungen, brasilianische Lieder, alte Lieder. Musik hat mir immer gut getan.

2. Wie bist du zu proMusicante gekommen?

Eine ehemalige Arbeitskollegin hat mir den Verein proMusicante empfohlen. Ich hatte ihr erzählt, was ich möchte: Musik machen, zusammen mit anderen, Neues dazulernen. Das war vor drei Jahren. Ich habe mich auf der Homepage von proMusicante informiert und dann angerufen. Nach einem ersten Termin mit Urs Krienbühl (dem damaligen musikalischen Leiter) konnte ich in zwei Gruppen schnuppern.

3. Du spielst in der Guitar-Song-Group. Wenn du an deinen Einstieg ins Ensemble zurückdenkst: Wie war das, was hat dir geholfen?

Den Einstieg habe ich sehr gut erlebt. Urs hat das Ensemble einfühlsam und sehr kompetent geleitet. Ich habe keinen Leistungsdruck gespürt. Ab und zu hat Urs eine Rückmeldung gegeben und etwas korrigiert, manchmal liess er mich auch einfach spielen. Ich hatte das Gefühl, am richtigen Ort zu sein. Die Atmosphäre in der Gruppe war angenehm. In der Guitar-Song-Group werden so schöne Lieder aus aller Welt gesungen und gespielt. Das gefällt mir, ich habe gerne Fremdsprachen.

4. Gibt es einen besonderen Moment, der dir noch lange in Erinnerung bleiben wird?

Früher hatten häufig einzelne Personen in der Gruppe gesungen. Ich hatte den Wunsch, das Lied «Fascination» zu singen, auf Brasilianisch-Portugiesisch. Und das wurde mir ermöglicht. Es war so schön, mit der Begleitung der ganzen Gruppe, der Geige, dem Klavier, den Gitarren – beim Üben und Vorspielen. Es war das erste Mal, dass ich so vor Leuten gesungen habe.

5. Was schätzt du besonders an den Ensembleproben?

Oder: Wenn du nicht mehr bei proMusicante mitspielen könntest, was würdest du am meisten vermissen?

Die Freude am Musizieren verbindet uns alle. Wir haben eine kollegiale Beziehung. Wenn es möglich ist, gehen wir nach der Probe zusammen noch etwas trinken. Wir haben ein schönes, vielfältiges Repertoire, so viele schöne Lieder aus aller Welt, in verschiedenen Sprachen! Ich kann viel lernen, immer weiter Neues entdecken. Heute singen wir in der Guitar-Song-Group manchmal alle zusammen, das ist fast wie ein Chor. Gabis Freude an dieser Aufgabe und am Musizieren ist spürbar, sie nimmt Ideen entgegen und setzt um, was möglich ist. Der Nachmittag ist motivierend und erfüllend!

Schnappschüsse vom letzten Musig-Apéro vom 27. Juni 2026 finden Sie hier.

Flyer Aus Freude am Musizieren Aus Freude am Musizieren


Die Blues&Jazz-Combo - eines der vierzehn proMusicante-Ensembles

Was sie am Blues und Jazz besonders mögen und warum sie einfach gerne in der Combo zusammen spielen, verraten Ihnen die Musizierenden hier. (die abgebildeten Personen kommen von links nach rechts zu Wort)

«In der Jazz Musik hat es wunderschöne auskomponierte Melodien, aber auch Platz, sich spontan auszudrücken.» (Peter Leuzinger, Coach, links)

«Viele Stücke unseres Repertoires sind Ohrwürmer. Darum gefallen sie mir so gut.» (Jürg)

«Jazz was invented as somebody played a wrong note.» (Claus)

«Ich staune immer wieder über unseren Durchhaltewillen als Ensemble, ein anfänglich nicht einfach erscheinendes Musikstück zu erarbeiten und dieses dann mit Freude vorzutragen.» (Yvonne)

«Mich begeistern bei Blues, Jazz und Latino-Songs vor allem die verschiedenen Rhythmen.» (Toni)

«Gemeinsames Musizieren ist für mich Lebenselixier :-))» (Therese)

«Ich finde es immer spannend zuzuhören wenn jemand improvisiert.» (Annette)

«In jedem Groove steht eine schöne Herausforderung, eine Creation, eine passende Melodie zu spielen.» (René)

«Das mehrstimmige Spielen mit einer tollen Begleitung geht unter die Haut und motiviert.» (Hans)

"Das gemeinsame Musizieren macht Spass"

Artikel über Christina Krummenancher und Andres Müller Krummenacher

«Man merkt: Das gemeinsam Musizieren macht Spass, trainiert das Gehirn und macht glücklich»,

schreibt die Journalistin Silvia Sturzenegger. Sie verfasste ein Portrait über das Dürntner Paar Christina Krummenacher und Andres Müller Krummenacher. Die beiden haben nach Ihrer Pensionierung zwei Schwyzerörgeli angeschafft und Stunden gebucht. Auf einem Spaziergang in Rapperswil entdeckten sie das Haus der Musik - und heute musizieren sie im Nostalgie-Ensemble von proMusicante.

 

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